Ruhe und Aufmerksamkeit schaffen mit Übungen der Stille

Wann setzt man Übungen der Stille bei Montessori ein?

Das kann unterschiedliche Anlässe haben. Enweder wenn die „Luft“ raus ist und alle Köpfe ein Reset brauchen, oder wenn die Grundlautstärke im Klassenzimmer einen erträglichen Pegel überschritten hat.

 

Fördern die Übungen der Stille auch die Konzentration?

Ja natürlich! Das ist eine der wichtigsten Eigenschaften der Stilleübungen. Die Konzentration auf das Wesentlich wird gestärkt. Unwichtige Nebenereignisse werden in den Hintergrund verschoben.

 

Welche Stille-Übungen sind die Besten für Schüler?

Tatsächlich gilt hier die Methode „Versuch und Irrtum“. Jeder Mensch reagiert auf einen anderen Entspannungsreiz. Einfach ausprobieren und die Kinder entscheiden lassen, was am besten wirkt.

 

Klappen die Stilleübungen in Kindergarten und Schule gleichermaßen?

Die funktionieren sogar mit und bei Senioren. Während Kinder lieber etwas aktiver unterwegs sind, z.B. mit Yoga, entspannen sich Senioren gerne beim Rückenmalen.

 

Gibt es Stilleübungen nur bei Montessori?

Wahrscheinlich hat Maria Montessori als eine der Ersten den Lernalltag durch Übungen zur Entspannung ergänzt. Sicherlich auch zur Verwunderung ihrer Mitmenschen. Hatte man Lernen damals eher als zu meisternde Aufgabe im Hinterkopf.

 

Tipps und Tricks zu den Übungen der Stille!

  • Jedes Kind kann für sich Entspannungstechniken entdecken. Das können Atemtechniken ebenso sein, wie progressive Muskelentspannung oder auch Mudras (Fingeryoga). So ist auch eine von anderen unbemerkte 2-Minuten Entspannung im Klassenzimmer ganz leicht realisierbar.
  • Übrigens - die Devise ist: selbst mitmachen. Ob Yoga oder Liegende Acht. Lehrer, Erzieher oder Eltern dürfen gerne mitmachen und sich selbst entspannen.
  • Viel macht auch die Umgebung aus. Maria Montessori legte großen Wert auf eine vorbereitete Umgebung. Diese benötigt man auch für die Übungen der Stille. Wenig Ablenkendes, ruhige Lichtsituation und ansprechende Einrichtung helfen beim Entspannen und Konzentrieren.
  • Die Aufmerksamkeitsspanne bei Kindern ist deutlich geringer als wir Erwachsene das von uns kennen. D.h. im Umkehrschluss: Kinder benötigen häufiger eine Ruhe- und Entspannungspause zwischen der Lernarbeit.
  • Stille, Entspannung und Achtsamkeit wirken natürlich bei akuter Notwendigkeit. Dauerhafter und sinnvoll ist daraus ein regelmäßiges Ritual zu machen und die Kinder bewusst zur Entspannung anzuleiten.