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 Prügel und Bestrafungen in der Schule!

Bei einem Sonntagsausflug nach Rotehnburg ob der Tauber und dem damit verbundenen besuch im Kriminalmuseum ist mir erst klar geworden, wie früher in Schulen bestraft und gearbeitet wurde. Es gab sogar eine extra Ausstellung zu dem Thema Züchtigung von Schülern.

Da ich die Thematik sehr interessant finde und nicht jeder mal eben dort um die Ecke wohnt, habe ich mir erlaubt ein paar Bilder zu machen und diese hier zu zeigen:

O.K., dass es die Prügelstrafe gab, das wird wohl jeder wissen. Erschreckend wenn ich nur daran denke. Die Gesellschaft nannte sich damals schon zivilisiert. Für mich hat das mit Zivilisation reichlich wenig zu tun.

 

 

 

 

 

 

 

 

Kinder die nicht ruhig waren, mussten teilweise auf spitzen Holzscheiten knieend am Unterricht teilnehmen. Das sorgte dann auch nach Schulende für Ärger mit den Eltern.

 

 

 

 

 

Da mutet das Tragen eines Esels-Schildes noch recht harmlos an. Man darf dabei aber nicht vergessen, dass das vor der ganzen Klasse geschah. Die kleien Seelen der Kinder wurden damit stark verletzt und sicherlich haben die so bestraften Kinder es später mit ihren Kindern nicht anders gemacht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das ist ein Schandesel. Der Zweck ist der selbe, wie beim Eselsschild. Kinder werden gedemütigt um den Willen zu brechen. Dazu mussten sich die Kinder im Klassenzimmer auf diesen Schandesel setzen und dort dem Unterricht folgen.

 

 

 

 

 

Das Einzige was mich etwas versöhnlich gestimmt hat, war der große Rechenrahmen, der auch aus dieser Zeit stammt. Die Kugeln hatten einen Durchmesser von ca. 15 cm. Somit sei zumindest erwiesen das bereits vor über 200 Jahren mit Materialien gelernt wurde.

 

 

 

 

 

am: 07.05.2007 - 11.27 Uhr | von: Nicole | abgelegt in: Nachdenkliches | Kommentare (6) | permalink




Kommentare

von: Wohlleber | am: 09.05.2007 - 09.23 Uhr
Netter Bericht,
heute wird zwar nicht mehr Zugeschlagen aber es wird leider mit anderen Mitteln versucht den Willen der Kinder zu Brechen und die Seele weint auch da! Vor der Klasse blosstellen, nicht aufs WC dürfen bis man in die Hose macht ..... das sind nur ein paar Beispiele wie sie in unserer Grundschule (1.Klasse) vorkommen!
Das ist auch Gewalt und die Kinder wissen nicht auf was auf sie zukommt.
Beides finde ich total verwerflich!


von: Gaby | am: 09.05.2007 - 19.24 Uhr
Leider durfte ich sehr negative Erfahrung mit meinen Sohn machen.
Mein Sohn war eines von vielen Kindern die in einer Braunschweiger Grundschule in der Innenstadt von einem Lehrer geschlagen und seelisch mißhandelt wurde.
Die ganzen Vorkommnisse wurden vor Gericht gestellt nur leider mit einer nicht gerechtfertigten Strafe be/verurteilt.
Es standen 12 Kinderaussagen gegen den Lehrer der sich erlaubte mal mit der Hand oder mal mit einen Zeigestock zu zuschlagen,die Finger quetschte oder zu kniff...
Es stellte sich raus das die Jahrgänge der Quälerei Jahre zurück zu verfolgen war.
11 Monate auf Bewehrung und 3000 Euro Geldstrafe für jahrelanges Quälen
Ein trost blieb der Lehrer Vollbrecht ging in vorzeitige Ruhestand.
Ich denke auch heute gibt es noch viel versteckte Gewalt an unseren Schulen und es dauert meißt lange bis Diese ans Tageslicht kommt.


von: thekla | am: 11.05.2007 - 13.33 Uhr
meine tochter,ist in der 2.klasse,der grundschule.dort sind blosstellungen vor der klasse,an der tagesordnung,z.b.wegen einer falschen antwort,oder anderer sachen.meine tochter hat adhs und eine rechenschwäche.ich finde es von den lehrern unmöglich,wie sie mit den kindern an dieser schule umgehen.man müsste eigentlich meinen,dass gerade pädagogen es gelernt haben auch auf die wünsche und sorgen,von adhs kindern einzugehen!


von: Petra | am: 13.05.2007 - 12.45 Uhr
ich denke solange Eltern und Lehrer sich nicht als gemeinsame Erzieher sehen und sich nicht gegenseitig unterstützen wird es Gewalt egal ob psychisch oder physisch an Kindern geben.
Unser Schulsystem ist so entsetzlich unspannend das jegliches Interesse, was ein jedes Kind von Natur aus mitbringt, abgetötet wird. Dabei spielt es keine Rolle ob mein Kind eine schnelle oder eine langsame Auffassungsgabe hat. Gewalt ist heute so selbstverständlich geworden das selbst Lehrer sie einsetzen gegen Kinder da sie nicht mehr weiter wissen. Die Lehrer bräuchten schon lange andere Hilfen und die Eltern sollten Ihren Pflichten als Eltern wieder mehr nachkommen und den Kindern ein Leben vor leben das nicht von Gewalt und konsumieren geprrägt ist. Arme leere Kinderseelen. ADHS ist übrigens keine Krankheit sondern die Antwort auf unsere Gesellschaft wir sollten diese Kinder als Chance sehen und nicht als Störenfriede. Denn aktiv sein und Bewegung und das sind die meisten ADhsler bedeutet Leben. Es gibt keine kreativeren Menschen, sie denken um die Ecke nicht die gesellschaftlich angepassten.


von: Alexander | am: 15.05.2007 - 12.10 Uhr
Wir haben immer mal wieder Zweifel, ob es die richtige Entscheidung ist unsere Kinder nicht in die Schule zu schicken, aber wenn ich das so lese, denke ich allein um die Moeglichkeit des Homeschoolings zu haben, hat es sich schon gelohnt, nach England zu ziehen.


von: Anja | am: 21.06.2007 - 22.26 Uhr
Man darf nicht zu schwarz sehen. Es gibt auch viele Lehrer, die mit Kindern sehr gut umgehen können und sich weiterbilden (zum Beispiel das Diplom machen). Durch das Erlernen der Darbietung eines Materials wird zum Beispiel schon sehr gut die Haltung des Erziehers/Lehrers zum Kind veranschaulicht und gelernt.
Die Gewalt an den Schulen könnte jeder durch weniger Fernsehkonsum einschränken, denn die Kids bekommen dort die meisten schlechten Sachen gezeigt oder sind überreizt.





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